Schokoladenherzen
waren bislang ein gutes Rezept für jenes schlechte Gewissen,
der Versuchung mal wieder nicht widerstanden zu haben. Dabei
tut Schokolade gerade dem Herzen gut. Das jedenfalls meint
das American Journal of Clinical Nutrition. Dank sei
den Flavonoiden, den sekundären Pflanzenstoffen, deren
schützende Wirkung auf den Blutkreislauf seit einigen
Jahren mit immer größerer Begeisterung erforscht
wird.
Flavonoide verringern den Anteil an LDL-Cholesterin
im Blut, verhindern Blutgerinnsel, verzögern die Blutgerinnung
und machen das Blut dünnflüssiger. Genau wie Aspirin,
nur mit wesentlich besserem Geschmack.
Grünes Licht für die nächste
Monatsration Marsriegel?
Nicht ganz. Denn die Flavonoide der Schokolade
kommen aus der Kakaobohne. Je geringer der Kakaogehalt, umso
weniger Flavonoide und umso geringer der Effekt. Darauf also
sollten Sie beim Schokoladenkauf schon achten. Die höchsten
Kakaokonzentrationen finden Sie in den bitteren Schokoladen.
Aber was ist mit dem Fett? Auch da hat Schokolade Gutes zu
bieten. Zwar kommen Sie um die Kalorien nicht herum, aber
das Fett der Schokolade besteht zu einem großen Teil
aus kurzkettigen gesättigten Fettsäuren und aus
der Oleinsäure, die auch im Olivenöl steckt. Beide
Fette oxidieren nur schwer und tragen somit kaum zur gefürchteten
Atherosklerose bei. Menschen mit bestehender Artherosklerose
aber, sollten dennoch auf eine schokoladenreiche Diät
verzichten.
Ramon Segura, Professor für Humanphysiologie
und Ernährung der Universität Barcelona in Spanien,
schlägt sogar eine tägliche Portion von 15 -20 Gramm
Schokolade vor.
Woher das Interesse der Forscher an der
Schokolade? Das liegt wohl am Sponsor, der M&M Mars Incorporated.
Mit dem Sponsoring solcher Untersuchungen folgt sie ihrem
Konkurrent Meiji aus Japan, der nach ähnlich positiven
Untersuchungsergebnissen mittlerweile eine mit Flavonoiden
angereicherte Schokolade anbietet.
Wenn Sie also das nächste mal zum
Schokoladeherz greifen, tun Sie nicht nur Ihrem Gaumen Gutes. |