| Das
geht aus einer am 21. November 2002 im American Journal of
Clinical Nutrition veröffentlichten Studie der Harvard
Forscher Walter Willett und Marjorie McCullough an 100.000
Männern und Frauen hervor.
Wir alle haben sie schon mal gesehen: Die Lebensmittelpyramide,
die 1995 von der USDA vorgeschlagen und seither als Gospel
in den Tempeln der Ernährungswissenschaft gepredigt wird.
Wer ihr folgt, lebt gesünder als die Stammkunden von
Macdonalds. Doch sie ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Willett und McCullough wollten
wissen, ob und wie man die Risiken chronischer Erkrankung
durch eine Anpassung der Pyramide deutlich verbessern kann.
Sie analysierten die Essgewohnheiten von 38.615 Männern
und 67.271 Frauen. Ihre Untersuchungen basierten die beiden
auf eine modifizierte Nahrungsmittelpyramide, die innerhalb
der einzelnen Gruppen qualitative Unterschiede berücksichtigte.
So wurde weißes Fleisch und Fisch höher bewertet
als rotes Fleisch. Komplexe Kohlehydrate aus Gemüse und
Obst erhielten den Vorzug vor den schnellen Kohlehydraten
aus raffinierten Mehlen. Gleichzeitig ermittelten sie den
Anteil gesunder Nahrungsmittel im Verhältnis zur Gesamtnahrungsmittelaufnahme.
Zur Erhebung dieser Daten mussten die Testpersonen 10 Jahre
lang regelmässig ausführliche Fragebögen beantworten.
Die Auswertung zeigte, dass Männer,
die der alternativen Pyramide folgten, ihr Gesamtrisiko für
chronische Krankheiten um 20 % verringern konnten. Ihr Herzinfarkt-
und Schlaganfallrisiko ging um 39% zurück. Bei Frauen
lagen die vergleichbaren Zahlen bei 11% und 28%. Das Krebsrisiko
sank bei beiden nur leicht.
Der wesentliche Unterschied zur alten Ernährungspyramide
liegt in einer Erhöhung des Anteils komplexer Kohlehydrate,
also Obst und Gemüse, zu Lasten der anderen Lebensmittel.
Auch Protein ist nicht gleich Protein. Fisch, weißes
Fleisch (Geflügel) und Protein aus Soja tragen wesentlich
zur Verbesserung des Gesundheitszustands bei. Gleiches gilt
für mehrfach ungesättigte Fette, die den gesättigten
und ganz speziell den trans-Fettsäuren, also jenen Margarinefetten
aus der Fabrik (siehe dazu auch "Null Bock auf Diät"),
vorzuziehen sind. Auch moderate Mengen Alkohol beeinträchtigten
den Gesundheitsnutzen der alternativen Lebensmittelpyramide
nicht.
Die in "Null Bock auf Diät" empfohlene Ernährung
setzt um, was Walter Willett, Präsident der Abteilung
für Ernährung an der Harvard School of Public Health
und Marjorie McCullough, Forscherin an der American Cancer
Society, herausgefunden haben.
Mit einem kleinen Unterschied:
in "Null Bock auf Diät" erfahren Sie auch,
wie Sie sich eine echte Lust auf das beibringen, was Sie gesund
macht. Damit trainieren Sie ausgerechnet Ihren Appetit zum
stärksten Alliierten in der Fehde gegen das Fett und
seine Folgekrankheiten.
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