| Das
hat das Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle
herausgefunden. Der Grund: Sport baut das sogenannte intra-abdominale
Fett ab. Eingeweidefett sehen Sie nicht von außen, es
lagert sich zwischen den inneren Organen ab und ist ein versteckter
Risikofaktor für alle möglichen chronischen Erkrankungen.
Im Journal of the American Medical Association hat die Forscherin
Dr. Anne McTiernan am 15. Januar das Ergebnis ihrer Untersuchungen
veröffentlicht.
"Auch wenn eine Frau, die regelmäßig Sport
treibt, keine dramatische Gewichtsreduzierung auf ihrer Waage
sieht, so darf sie doch davon ausgehen, dass sie ihrer Gesundheit
einen unschätzbaren Dienst erweist. Denn wir wissen nun,
dass regelmäßige körperliche Aktivität
das versteckte Eingeweidefett abbaut, und das ist das gefährlichste
Fett überhaupt." sagt McTiernan über den Einfluss
von Sport auf die Verhütung von Krebs.
"Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass sportliche Betätigung
direkt auf jene biologischen Prozesse einwirkt, die für
die Entstehung von Krebs und anderen chronischen Krankheiten
verantwortlich sind."
Eingeweidefett erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit
von Herzerkrankungen und Diabetes, sondern treibt auch den
Insulinspiegel in die Höhe. Erhöhte Insulinwerte
fördern die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen.
Eingeweidefett ist nicht sichtbar, denn es liegt versteckt
zwischen den inneren Organen des Bauches. Und das ist genau
der Ort an dem besonders Frauen während und nach den
Wechseljahren Fett speichern.
Zwar ist bekannt, dass Menschen mit einer sogenannten "Birnen"-Figur
gesundheitlich besser dran sind als jene mit einer "Apfel"-Figur,
bei der das äußere Körperfett mehr auf dem
Bauch als auf Po und Schenkeln liegt. Doch diese Äußerlichkeit
gibt keinen Aufschluß über die Masse an Eingeweidefett.
Nachweisen lässt sich Eingeweidefett nur mit Hilfe der
Computertomographie oder mit Magentresonanzscans. Und da beide
Methoden nicht gerade billig sind, weiß heute kaum jemand
etwas über den Status seines Eingeweidefetts.
Aus diesem Grund gab es bislang auch kaum Untersuchungen über
die Auswirkungen sportlicher Betätigung auf dieses versteckte
Krankheitspotential.
In der Studie wurden 170 ältere Frauen, die bislang keinen
Sport getrieben hatten und die alle übergewichtig waren,
in zwei gleich große Gruppen eingeteilt und ein Jahr
lang beobachtet. Alle Frauen kamen ohne Hormontherapie durch
die Wechseljahre.
Die Frauen der einen Gruppe nahmen 5 mal pro Woche an einem
45-minütigen moderaten Aerobic-kurs teil, während
die Frauen der zweiten Gruppe lediglich Dehnübungen durchführten.
Ohne ihre Essgewohnheiten zu ändern, hatten die Aerobicdamen
innerhalb eines Jahres zwischen 3,4% und 6,9% ihres Eingeweidefetts
abgebaut . Die Dehnungsdamen hingegen verzeichneten im gleichen
Zeitraum einen leichten Anstieg ihres Eingeweidefetts.
"Das Tolle an dieser leichten sportlichen Betätigung
ist, dass man sie ohne großen Aufwand auch zu Hause
durchführen kann, und dass es offensichtlich nie zu spät
ist damit anzufangen," meint McTiernan.
Also Mädels: rein in die Turnschuhe und das Herz ein
bisschen auf Trab gebracht. Und ich verspreche Euch eines:
schon nach ein paar Tagen werdet Ihr gar nicht mehr auf den
Sport verzichten mögen. Das ist kein leeres Versprechen.
Ein Körper der Sport treibt setzt Endorphine frei. Das
sind körpereigene Glücksstoffe, die ganz ähnlich
aufgebaut sind wie die Opiate. Und nach denen sehnt sich schon
bald Euer Körper wenn Ihr ihm erst mal eine Geschmacksprobe
gegeben habt.
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